Dieses freundliche Atelier hätte ich beinahe gemietet...wenn...na wenn... das mit dem geregelten Einkommen nicht wieder vertagt hätte werden müssen.... Hier (u. in dem größeren Laden zur Straße hin, der jetzt getrennt vermietet wird) war vorher eine Kreativwerkstatt für Kinder und Jugendliche beheimatet, welche kürzlich dann, nach über 10 Jahren, geräumt werden musste (oder warens sogar 20? habs vergessen...), weil die Stadt die Zuschüsse gestrichen hat. Soviel zur "grünen Jugend und Kulturförderung" in Benztown 21.
little boy blue
Sehen wir also zu, dass wir gut durch den Winter kommen und halten unser Herzelein derweil schön warm und rein. Und weil ich mir das Rauchen mittlerweile ja auch endlich wieder abgewöhnt habe, gönne ich mir jetzt dafür hin und wieder eine knisternde, duftende Nelkenzigarette aus Indonesien.
Auf einer kostenlosen
Kleinanzeigenplattform erklärt sich ein Hausherr bereit, seine
Wohnung mit „einer schlanken Frau“ zu teilen. Noch barmherziger
meldet sich ein anderer mit den Worten: „Frau über 45: Lebst du in
schlechten Wohnverhältnissen oder bist sogar obdachlos? Melde Dich!“
Nicht weniger warmherzig wird man auf der
Website einer Wohnungsbaugenossenschaft empfangen:
"Mag auch das Wort Solidarität manchem
veraltet erscheinen: Es heißt doch nichts anderes als Gemeinsinn
oder Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln und zu
pflegen.
Fortschritt aus Tradition, das ist unser Motto und
danach leben und arbeiten wir seit 1924. Heute verstehen wir uns
insbesondere als modernes Dienstleistungs-Unternehmen. In 2 493
Mietwohnungen bieten wir sicheren und bezahlbaren Wohnraum. Aber
nicht nur das - wir bieten zusätzlich auch Hausmeister- und
Kehrwochendienst. Auch seniorengerecht ausgestattete Wohnungen können
wir anbieten."
Um dann gleich darauf mit einem Tritt in
den A...wieder hinauskatalputiert: Schlappe 1000 Euronen Warmmiete
(allerdings kalt, sprich ohne Heizung) für eine kleine 3-Zi-Whg im
sanierten Plattenbau in der Pampa Vorstadt!
Endlich, auf dem freien
Internetimmobilienmarkt, das erste (u. einzige) realistische Mietangebot (zumindest für den erwerbstätigen Normalverdiener) Eine familiengerechte 3-Zi Altbauwohnung, 90 Quadratmeter für
630 Euro Warmmiete (warum heisst das eigentlich Warmmiete, wenn es sich doch defacto um Kaltmieten handelt?)
und dann folgt da dieser kleine Zusatz:
"Die Wohnung wird ausschließlich an Einzelperson vermietet!"
Wunderbar! Auf eine ähnliche Anzeige hat
sich vor Jahren mal eine Tante von mir beworben u. einen Besichtigungstermin
vereinbart, einfach nur um „mal zu sehen, wie jemand aussieht, der
solche Angebote macht...“
Fast hätte ich wieder einen Job gehabt
aber eben schon wieder mal nur fast. Keine Ahnung was das ist, aber
anscheinend befinde ich mich seit geraumer Zeit in einer Art
Seifenblasenmaschinerie.
Wäre ja auch alles kein Problem, wenn man so ein Einkommen
gar nicht brauchen würde. Grade jetzt, wo man sich wieder
krankenversichert hat und zusehen muss, dass einem die Beiträge
nicht wieder vom leeren Konto abgebucht und als Schuldenberge
irgendwo aufgehäuft werden.
Well. So ist das mit der Maloche. Und
dabei bin ich tatsächlich immer noch voll Tatendrang und guter
Dinge. Und zudem noch gewissenhaft und aufrichtig, wenn nicht sogar
oftmals ein wenig treudoof, meinem Arbeitgeber gegenüber. Naja,
sofern dieser mich respektiert und seinerseits aufrichtig und
gewissenhaft agiert. Wo das nicht der Fall ist, bin ich dann auch
schoma ganz eigenverantwortlich und ziemlich schnell wieder weg.
Tja, es passiert mir tatsächlich immer noch hin u. wieder, dass ich der Vorstellung erliege, ich könnte hier evtl.
doch nochmal sowas wie ein normales Leben mit einem geregelten
Einkommen und einer richtigen Wohnung mit ausreichen Platz für uns alle an Land zu ziehen, doch spätestens wenn ich dann die
Mietangebote durchstöbere, macht es dann gleich schon wieder blubb.
Keine Chance, hier noch was bezahlbares zu finden. Mein
Eindruck ist, dass die Mieten während der letzten 3 Monate schon
wieder um 5 bis 10 Prozent gestiegen sind. Und dann bin ich wieder
heilfroh, dieses kleine krumme Dach über dem Kopf zu haben, dieses
winzige Asyl, aus dem uns eben glücklicherweise keiner mal eben so
mir nix dir nix vor die Tür setzen kann.
Ich schaue eigentlich auch kaum noch
nach richtigen Wohnungen, sondern vielmehr nach irgendwelchen Ruinen, einer Werkstatt oder Rumpelkammer,
irgendwas bezahlbarem halt, einfach nur als Rückzugsmöglichkeit für
wenn es mir hier zu eng und zu voll wird. Und wo ich mein
Bastelmaterial mal wieder ausbreiten bzw. sammeln und rumwerkeln
kann. Alternativ habe ich ja immer noch den Gartentraum im
Hinterkopf, fürs kommende Frühjahr. Aber wie gesagt, ohne Einkommen
ist das alles nur Geblubber.
Bei der Jobsuche verhalte ich mich ähnlich. Dieses ganze verlogene Bestseller-und Selbstvermarktungsgehabe ist mit mir nicht mehr zu machen. Entweder es passt oder es passt eben nicht. Das sind so ganz bescheidene Wünsche
hier bei uns. Die dann immer wieder in irgendwelchen Bohrlöchern und
Baugruben versinken oder den neusten Baumfällarbeiten zum Opfer
fallen.
Womit wir dann auch beim eigentlichen Thema wären.
An dem kein Weg vorbeiführt. Dem Widerstand. Gegen die Staatsgewalt,
die hier unaufhaltsam wütet und zerstört und einem noch den letzten
Lebensraum zu vernichten trachtet, in ihrem Scheinwelten Bauwahn. Und
heuer dann eben ganz hegemonial im grünen Niedertrachtengewand.
Morgen früh ist Begehung der beabsichtigten Rodungsflächen im Rosensteinpark.Wer also wissen will, wo er sich demnächste platzieren muss, um das nächste Massaker aufzuhalten, sollte da morgen dran teilnehmen.
Die Mörder kamen bei Sonnenuntergang. Thomas
Sankara, der 36jährige Staatspräsident von
Burkina Faso, sass mit sechs seiner Gefährten im
Arbeitszimmer der Villa de l’Entente, einem
bescheidenen Gebäude im Herzen der Hauptstadt
Ouagadougou. Gemäss Reglement hatten sie alle
ihre Waffen am Eingang abgegeben. Maschinengewehrfeuer
tötete sie in wenigen Minuten.
MITTERANDS SCHATTEN. Beauftragt hatte die
Mörder Vizepräsident und Innenminister Blaise
Compaoré, der bis dahin als enger Freund von
Sankara galt. Ausgeheckt und organisiert hatte
den Mord und damit die Erstickung der burkinabischen
Revolution der französische Geheimdienst.
Es war der 17. Oktober 1987. Seit 25 Jahren
nun regiert Diktator Compaoré im Dienste der
französischen Konzerne über das Zehn-Millionen-
Volk in Westafrika.
Warum sollen wir dieses Mordes gedenken? Weil
seine katastrophalen Folgen erst heute wirklich
begreifbar werden.
Sankara hatte 1984
mit Compaoré und
vier anderen jungen
Offizieren die neokoloniale
Satellitenregierung
im damaligen Obervolta gestürzt. Er
brach mit der französischen Konzernherrschaft,
verstaatlichte die Goldminen im Norden des
Landes und erreichte innerhalb von zwei Jahren
die Nahrungsmittelsouveränität. Er besiegte in
dem bitterarmen Sahelland die Korruption, den
Analphabetismus und verbot die Genitalverstümmelung
der Frauen. Und er änderte den Namen
der Republik: aus Obervolta wurde Burkina Faso,
das «Land der freien Menschen».
Thomas Sankaras samstägliche Radioansprachen
wurden auch in den Nachbarstaaten gehört. In
Côte d’Ivoire, in Mali, in Niger, in Benin sass eine
mit Leidenschaft auf den Umsturz hoffende
Jugend an den Radios. Ein Grund mehr für
Frankreichs damaligen sozialistischen Präsidenten
François Mitterrand, Sankara beseitigen zu
lassen und das neokoloniale Herrschaftssystem in
Westafrika zu restaurieren.>>>hier weiterlesen
Ich bin dem Spiegelfechter sehr
dankbar, dass er das Thema Hartz IV und Menschenwürde auf seine so
angenehme weil aufrichtige und gewissenhafte Art mal wieder zur
Sprache bringt.
Mir will das einfach nicht mehr
gelingen. Seit meine Family und ich vor 1 und halb Jahren
„frewillig“ ganz ausgestiegen sind (ja und das obwohl ich letzten
Endes dann ja wieder und sogar 2 jobs gefunden hatte, die dann nach "bestem
Wissen und Gewissen" von der Agency sabotiert worden sind) und seither der
Verwandschaft mal mehr mal weniger, je nach Gelegenheitjob der sich
grade bietet oder wieder mal platzt, auf der Tasche liegen.
Es ist einfach alles nicht mehr
kommunizierbar. Man ist und bleibt sich selbst und der Gesellschaft
entfremdet. Da gibt es einen Riss, der nicht mehr zu kitten ist. Und
man versucht dann halt irgendwie mit diesem Riss klar zu kommen.( Von dem ganzen anderen Irrsinn, der sich da dann zu allem Überfluss noch so dazu gesellt, hier und heute mal ganz zu schweigen!)
Nun gehöre ich zwar zu denjenigen, die
sich schon immer eher fremd und zerissen auf dieser Welt gefühlt
haben, aber das was da passiert ist, hat dann doch nochmal eine ganz
andere Qualität, die eben letztlich überhaupt nicht mehr im
Persönlichen aufzugreifen ist, der Riss ist zu einem
gesellschaftlichen, ganz und gar unpersönlichen Riss mutiert.
Könnte ich das alles mal zur Sprache
bringen, wäre das evtl. eine gute Sache. Ich kann es aber eben
leider nicht. Und mache deswegen hier wieder mal einen Punkt.
Den Asylsuchenden, Obdachlosen und Aussätzigen, stehe ich jedenfalls näher als allen anderen ehrwürdigen Bürgern dieser Gesellschaft. Und das wird auch so bleiben. Und ist auch gut so.
Danke für diese Sendung. Hört sie euch an, grade ihr hier in BW, dem Zentrum der schönfärberischen Verharmloser, Schwanzeinzieher und Fascho-Komplizen.
Kurzbeschreibung
Bewertung einiger "Auftritte" im NSU-
Untersuchungsausschuss des Bundestages im Gespräch mit Thomas Wüppesahl,
Bundessprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizistinnen
und Polizisten (Hamburger Signal) e.V.
Und nein, wir haben bis heute kein Festnetz. Und ja, natürlich sind wir auch immer hocherfreut, wenn uns mal wieder ein Glatzkopf im 3-Teiler, aus dunklen Hauseingängen heraus, einen guten Tach wünscht!
UPDATE: Fast vergessen (wo wir grade schon ma wieder on da line sind) : Our Special Thanxxx geht hiermit natürlich auch noch an jene Pirat_innen, die uns durch ihre technisch versierten Hacks immer wieder aufs Neue davor bewahren, uns auf unterbezahlte Jobs im Niedriglohnsektor bewerben zu können, YEAH. Ab sofort wird um ASYL und ein BGE bei eben diesen strunzgenialen Pirat_innen ersucht!
Weil ich nach Joe Bauer, Zam Helga und Wigalf Droste im Ratzer Plattenladen, einem Sprung ins Bix und noch einem in die Leonhards Kirche, bis zum Morgengrauen nicht mehr aus dem Viertel herauskam.
Und wie ich auch wandelte, durch die
nächtliche Altsadt , (auf der
Suche nach geeigneten Adepten zur Gründung einer
kommunistischen Anti-Terrorbrigade) so fürchtete ich kein Unglück
nicht. Und jetzt, da es ist Montag Nachmittag, kehrt sogar meine
Vernunft wieder ein, ins Himmelreich meiner Seele.
Vermutlich waren es die 2 oder 3
kleinen und kurzen Wodka, die mein Fass zum Überlaufen brachten,
(also die Auslöser dafür waren, dass ich den ganzen Sonntag und den
halben Montag unter Schmerzen in Dunkel-und Abgschiedenheit
verbringen durfte - natürlich habe ich dann auch keinen OB mehr gewählt, mein Favorit Hannes stand ja auch gar nicht mehr auf der Liste) verabreicht von 2 so liebenswerten wie herzlichen
jungen Burschen aus der Mongolei. Mindestens genauso liebenswert und
herzlich zeigte sich derjenige meiner nächtlichen Gefährten, der
mich den ganzen Abend hindurch mit Bier versorgte und mir Zigaretten
drehte, die ich, obgleich ich ja gar nicht mehr rauche, dennoch
genüsslich inhalierte. Der Mann war nicht nur phänomenal
großherzig, er war auch noch die Gutmütigkeit in Person. Einer der
seinen Mitmenschen tatsächlich und aufmerksam zuhörte und zudem
noch mit seinem ganzen Wesen Anteil nahm.
Zwar bin ich auch dem Alkohol längst
nicht mehr wirklich zugetan, trank aber dennoch frohen Mutes jedes
Glas leer, welches mir gereicht wurde. Und siehe da, ich fand wonach
ich gesucht hatte: Gastfreundliche Griechen, ein paar liebe alte
Bekannte aus Afrika, menschliche Wärme, Großzügigkeit und
Herzlichkeit. Wer suchet, der findet. Ob in der Gosse oder im Tempel,
so wahr ihm Gott helfe.
Eine Bitte hätte ich jedoch noch:
Diese Spielautomaten da in der Kneipe, die müssen doch echt nicht
auch noch sein. Ich meine es reicht doch, wenn die Gäste hier ihr
Geld in Alkohol verflüssigen, da müssen sie doch im Suff nicht auch
noch ihre allerletzten Kröten diesen Ungeheuern in den Rachen
schmeißen.
Zum Abschluss gab's dann noch ein
herzhaftes Frühstück beim Türken. Wo dann auch die 2 netten
Mongolen zufällig nochmals zu uns trafen. Und wo mir dann auch noch
einer der beiden 2 Rosen geschenkt hat. Thanx to all of you!
PS. Und als ich dann mit dem Taxi zu
Hause ankam und es golden dämmerte, habe ich erstmal ein paar Nazis
zerhäxelt.
PPS: Und jetzt werde ich mich eine Zeitlang mit ganzem Herzen meiner Abstinenz widmen
Salut!
Eigentlich gibt es doch nichts
perverseres, als diese Briefe, die wir uns hier schreiben. Während
wir darauf warten, dass sie uns endlich abholen und uns den Gar
ausmachen. Stell Dir nur mal vor, wer das dann alles lesen und seinen
geschmacklosen Senf darüber schmieren wird. Womöglich werden sie
unsere Korrespondenz noch irgendwo analysieren, archivieren und für
die Nachwelt als Zeitdokumente erhalten wollen. Sie, die tatenlos
zusahen und noch Gefallen dran fanden, als wir abgeführt wurden. Als
sie uns die Kleider vom Leibe rissen, den Strick um den Hals legten
und uns auf dem Marktplatz erhängt haben. Genau diese werden dann, nach
unserer Verweseung, unsere Korrespondenz kommentieren, analysieren
und als Zeitdokumente in Glaskästen stecken und in ihrem Museum
ausstellen. Oder sie werden sagen, wir hätten uns selbst erhängt. Wir wären freiwillig auf den Marktplatz gegangen, hätten uns vor allen Menschen entblößt, wären auf die Leiter gestiegen, hätten uns die Schlinge um den Hals gelegt wären dann abgesprungen. Knax. Und Aus.
Ja, ich gebe zu, heute ist ein schwarzer Tag. Und ich habe keine Ahnung, ob ich diese Korrespondenz mit Dir wirklich fortsetzen möchte.
Spielsüchtige
Möchtegernseeräuber_innen und jeder braucht ein eyephone to follow
everyone everywhere all around the clock while becoming even dumber
and nastier than the dumbest and nastiest idiot of them
technocrates
Ich war gerade dabei, mir meine Spochtbekleidung anzulegen, als der Waschmaschinenreperateur klingelte und mich persönlich sprechen wollte. Jawohl, kein Witz. Es ist hier nämlich so, dass wir eine Gemeinschaftswaschmaschine im Keller haben, vielmehr besitze ich selbst keine eigene Waschmaschine mehr, weil ich die an one of my beautiful daughters vererbt habe. Ich kann hier aber die von der Verwandschaft mitbenutzen. Nun war die Maschine heute defekt und der Waschmaschinenreperaturnotdienst wurde gerufen (die Nachbarin war so freundlich, dort anzurufen). Und er kam (ganz im Gegensatz zu diesen Teleinstallateuren, die ja offenbar in Wirklichkeit Teledeinstallateure sind) tatsächlich kurz bevor ich das Haus verlassen wollte. Und er ließ mich runter in die Waschküche rufen und fragte mich: "Warum benutzen Sie Flüssigwaschmittel und kein Pulver?" Ich : "Hä?" Er: "Wissen Sie denn nicht, dass Flüssigwaschmittel die Maschine kaputt macht?" Ich: "Hä?" Er: "Ja, ich sage Ihnen. Pulver ist viel besser. Wenn Sie weiterhin Flüssigwaschmittel in die Maschine kippen, brauchen Sie sich nicht wundern, wenn die Maschine kaputt geht."
Dieses Bild hat herzlich wenig mit dem Text zu tun, das ist einfach ein sehr seltsames Schaufenster, das ich in der Altstadt geknipst habe.
Oha. So ist das also....
Dann wollte ich zum Kanzerlinnenturnfest auf dem Marktplatz, aber unterwegs hat mich der Spochtsgeist total verlassen und stattdessen ist Quasimodo in mich gefahren. Habe jetzt noch Rücken.
Dieses Gebäude habe ich heute während des Besuchs der Kanzlerin auf dem Marktplatz aufgenommen
Ach ja, ob wir hier jemals wieder einen Telefonanschluss bekommen, ist eine dieser Fragen die sich mir noch stellt, bevor ich wieder ganz ohne Musi sage: Ciao, Ba Ba und Auf Wiedersehen.
PS: Das Rauchen schmeckt mir auch nicht mehr, ich mach das jetze nur noch ganz selten und wenn, dann rein simulativ.
PPS. Was mir heute noch auffällig wurde, ist, dass es immer weniger Pizzabars gibt in der Stadt und stattdessen immer mehr Chinaimbisse. Letzte Woche meine ich, wäre bspw. unten am Bahnhof noch eine kleine Pizzatheke gestanden, heute war das Teil Chinesisch. Es fiel mir auch nur auf, weil mein Kind unbedingt Pizza essen wollte. Weil es beim Thailänder diese speziellen Thainudeln heute auch nicht gab.
Auch mit der neuen 30€uronen Ladung auf dem Surfstick gibt es hier keine Musik, wie mir von Media Murks garantiert worden ist. Youtube scheint ganz für mich gesperrt worden zu sein. Selbst das posten geht nur mit Nerven wie Drahtseilen. Während andere hier mit dem Saft den ich nicht mehr habe, mal eben ein paar Volkswirtschaften in den Ruin zocken, bin ich dazu verurteilt, ganz still, lautlos und in Zeitlupe, Vampire mit den letzten Tropfen meines Blutes noch solange durchzufüttern, bis sie platzen.
Und Vodaphone habe ich heute bei der Polizei angezeigt, die haben hier einer alten Dame (über 80) unter fadenscheinigstens Vorwänden einen Netzanbieterwechsel aufgeschwazt und nun hat sie überhaupt keinen Anschluss mehr, kein Telefon nix und ich im selben Haus kein Netz mehr. Sie kann keinen Arzt mehr anrufen, keinen Freund und keinen Nachbarn. Und keiner gibt einem Auskunft, sie wüssten nicht, da wäre ein Fehler passiert, andere Abteilung, da können wir von hier aus nichts sagen und nein, rückgängig könnte man das nicht mehr machen, weil die alte Nummer ja verloren ging und der alte Anbieter weiss überhaupt nichts zu alledem zu sagen und den kann man hier noch nicht in der falschen Filiale sich zur Brust nehmen, weil es von dem überhaupt keine Filiale gibt. Das geht nun schon über eine Woche so. Dann bin ich zur Polizei. Die wollte natürlich auch nicht tätig werden, meinte das wäre ein Fall für einen Anwalt. Klar, auch der Anwalt will noch ein paar Tropfen von unserem kostbaren, heiligen Blut.
So sind sie, die Bestien, abzocken, blutsaugen bis zum letzten. Und keiner regt sich drüber auf. Iss doch alles superjuut,ne?